Katholikenrat bittet um Unterstützung der „Runden Tische“ in der Flüchtlingsarbeit

Der Aufruf wird am Wochenende 09. /10. April 2016 in den Gottesdiensten aller katholischen Gemeinden verlesen.

 

"Der Katholikenrat in der Stadt Bottrop ruft mit Blick auf Aktivitäten in der Flüchtlingsarbeit die Gemeindemitglieder und alle Bottroper dazu auf, sich an Bürgerversammlungen zur Flüchtlingsthematik zu beteiligen und über die von der Stadtverwaltung vorgesehenen „Runden Tische“ ihre Hilfe anzubieten. Ein entsprechender Aufruf des Katholikenratsvorstandes wird am Wochenende (9. und 10. April) in den Gottesdiensten aller katholischen Gemeinden verlesen. In dem Aufruf wird festgestellt: „Flucht und Asyl – dieses Thema bewegt die Bürger in Bottrop seit einigen Monaten zunehmend. Die für die Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge zuständigen hauptamtlichen Mitarbeiter arbeiten bis zur Grenze ihrer Belastbarkeit. Ferner engagieren sich viele Menschen in ihrer Freizeit ohne eine materielle Vergütung in der Betreuung der zu uns geflüchteten Menschen. Ohne den Einsatz dieser Ehrenamtlichen wären viele Dinge nicht zu schaffen. Der rührige Verein Flüchtlingshilfe Bottrop geht mit gutem Beispiel voran und hilft bei der Integration. Obgleich die Zahl der Ankommenden sich gegenwärtig reduziert hat, werden weitere Flüchtlinge erwartet. Die Stadt Bottrop richtet deshalb in den kommenden Wochen weitere Zwischenunterkunftsstätten im ehemaligen Katholischen Stadthaus, in der Overbergschule und an der Neustraße ein. In der Vorbereitung wird sie ortsnahe Bürgerversammlungen abhalten, um zu informieren und neue ehrenamtliche Kräfte zur Betreuung der Ankommenden zu gewinnen. Daran anschließend wird die Bildung ‚Runder Tische‘ angestrebt. Mit ihrer Hilfe hoffen die Verantwortlichen, zusätzliche ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen und deren Einsatz zu koordinieren.“ Weiter heißt es: „Der Katholikenrat ruft die Bottroper dazu auf, sich an den Bürgerversammlungen zu beteiligen und über die ‚Runden Tische‘ ihre Hilfe anzubieten. Dabei geht es genauso um die Vermittlung von Sprachkenntnissen und um Dolmetschertätigkeit wie um die Begleitung bei Behördengängen und um Hilfe beim Einfinden in unsere Gesellschaft. Gebraucht werden auch handwerkliche Fähigkeiten, Organisationstalente, EDV-Kenntnisse, die Begleitung bzw. Vermittlung von Sport- und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Dies sind nur Beispiele. Die gesamte Palette der Möglichkeiten ist aber viel größer. Ferner sind Sach- und Geldspenden sowie die Bereitstellung von Wohnungen sehr hilfreich. Bitte prüfen Sie, welche Fähigkeiten und Möglichkeiten sie haben, und entschließen sie sich, bei der Bewältigung einer großen Aufgabe in unserer Stadt mitzuhelfen. Werben Sie auch im Freundes- und Bekanntenkreis dafür. Die Termine der Bürgerversammlungen entnehmen sie bitte den örtlichen Medien.“

 

 

 

 

 

 

 

Eberhard Lang zum Vorsitzenden des Katholikenrates gewählt

Laiengremium auf Stadtebene hat sich neu konstituiert

Der Katholikenratsvorstand: (v.l. n.r.) Propst Paul Neumann, Sebastian Stöber, Margit Jung, Andreas Pläsken, Eberhard Lang, Roberto Giavarra und Gerhard Reinhold.

Nach der Neuwahl der Pfarrgemeinderäte hat sich jetzt auch der Katholikenrat als oberstes Laiengremium auf Stadtebene in Bottrop konstituiert. Bei einer Versammlung am 3. November im Katholischen Stadthaus wurde Eberhard Lang zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Der pensionierte Bankkaufmann löst die langjährige Vorsitzende Rita Brauckmann ab, die aus gesundheitlichen Gründen nach zwölf Jahren keine Vorstandsposition mehr übernommen hat, aber ihre Erfahrung weiterhin in die Katholikenratsarbeit einbringen will. Lang war bisher stellvertretender Vorsitzender des Gremiums.

Weitere Vorstandsmitglieder sind für die kommenden vier Jahre: Als "geborenes" Mitglied Propst Paul Neumann sowie Margit Jung, Gerhard Reinhold, Roberto Giavarra, Sebastian Stöber und Andreas Pläsken. Im Rahmen der ersten Sitzung nahmen die versammelten 18 von insgesamt 21 Delegierten der Pfarrgemeinderäte von St. Cyriakus und St. Josef sowie katholischer Verbände und Organisationen unter anderem auch den Rechenschaftsbericht des bisherigen Vorstandes mit vielen umgesetzten Aktivitäten entgegen. In der folgenden Debatte wurde aber auch deutlich, dass in der Ratsarbeit das ehrenamtliche Engagement nicht mehr ausreicht, die ausgefallenen hauptamtlichen Ressourcen aufzufangen. 

Propst Neumann dankte Rita Brauckmann und Eberhard Lang für die besonderen Impulse in der Vorstandstätigkeit der vergangenen Jahre sowie der Vertreterin für den Diözesanrat Rita Riese und Schriftführer Helmut Jurgasz, die jetzt aus dem Katholikenrat ausgeschieden sind. 

Der Katholikenrat traf sich im Katholischen Stadthaus zu seiner konstituierenden Sitzung.